Kickboards
Ein Kickboard klingt simpel – schwimmende Platte, Arme drauf, Beine arbeiten. Wer aber schon mal mit einem billigen Brett aus dem Supermarkt versucht hat, Kraulbeinschlag zu trainieren, kennt das Problem: zu viel Auftrieb, falsche Körperlage, die Hüften sinken ab. Das Brett wird zum Feind statt zum Trainingsgerät.
Der wichtigste Faktor beim Kauf ist der Auftrieb, also die Dichte des Schaums. Günstige Modelle von Intex oder Black Cat für 5–15 € bestehen oft aus weichem Schaumstoff mit hohem Auftrieb – gut für Kinder oder Gelegenheitsschwimmer, aber für ernsthaftes Techniktraining ungeeignet, weil sie den Körper zu stark aus dem Wasser heben. Speedo und Arena setzen in ihren Trainingsbretern auf kompakteren EVA-Schaum mit kontrollierterem Auftrieb. Der Unterschied ist im Wasser sofort spürbar: Der Körper liegt flacher, die Hüften bleiben oben, das Training funktioniert.
Die Form entscheidet darüber, wie das Brett liegt und ob die Schultern entspannt bleiben. Das klassische rechteckige Brett funktioniert für alles, ergonomisch geformte Modelle mit abgerundeter Vorderkante und tailliertem Körper – wie sie Fashy ab 30 € und Aqualung für knapp 40 € bieten – ermöglichen eine natürlichere Armhaltung, besonders bei längeren Einheiten. Zoggs bedient mit seiner Bandbreite von 5 bis 40 € beide Welten: einfache Kinderbreiter auf der einen Seite, technisch ausgereifte Trainingsbretter auf der anderen. Man muss da genau hinschauen, was man im Warenkorb hat.
Z3r0d positioniert sich als Triathlon-Marke und das merkt man am Design – schmal, leicht, auf Effizienz getrimmt, für 15–20 € ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ambitionierte Schwimmer. Softee liegt preislich bei 60–70 € und richtet sich an den Vereins- und Schulbereich, wo Langlebigkeit wichtiger ist als Sparpreis. Jobe Sports taucht mit einem Modell bei 250 € auf – das ist kein klassisches Trainingskickboard mehr, sondern bewegt sich Richtung Wassersport-Equipment, vermutlich für Stand-up-Orientierung oder Wasser-Fitness, nichts für den Schwimmverein.
Happy People macht solide Kinderbretter für 10–30 €, schön bunt, ausreichend robust für den Freibad-Sommer, aber ohne Ambitionen im Wettkampfbereich. Wer sein Kind fürs Schulschwimmen ausrüstet, ist hier gut aufgehoben.
Kurz zusammengefasst: Unter 20 € kauft man vor allem Volumen für Freizeit und Kinder. Zwischen 20 und 40 € findet sich das beste Segment für Vereinsschwimmer – da spielen Arena, Speedo und Zoggs ihre Stärken aus. Über 40 € lohnt es sich nur, wenn entweder sehr spezifische ergonomische Anforderungen bestehen oder extrem hohe Belastbarkeit gefragt ist.
Häufige Fragen zu Kickboards
Ab welchem Preis taugt ein Kickboard für echtes Techniktraining im Verein? Ab etwa 20–25 € bekommt man Modelle von Speedo oder Arena, die im Wasser zuverlässig eine gute Körperlage erzeugen. Günstigere Bretter unter 15 € haben meist zu viel Auftrieb und sabotieren die Hüftlage beim Kraulbeinschlag.
Welches Kickboard ist das beste für Kinder im Grundschulalter? Happy People und die günstigen Zoggs-Modelle für 10–20 € sind eine sichere Wahl – ausreichend Auftrieb, robuste Verarbeitung und kein unnötiger Preisaufschlag. Kinder in dem Alter brauchen keine Hochleistungsgeometrie, sondern ein Brett, das im Wasser bleibt.
Was unterscheidet ein Arena-Kickboard von einem Speedo-Kickboard konkret? Beide liegen preislich ähnlich, Arena setzt oft auf etwas kompaktere Maße und einen strafferen Schaum, was den Hüften im Wasser zugute kommt. Speedo-Modelle fallen teils etwas größer aus, was Einsteigern im Verein entgegenkommt – hier lohnt ein Blick auf die genauen Produktmaße.
Lohnt sich Z3r0d für Triathleten oder reicht auch ein günstigeres Brett? Z3r0d bietet für 15–20 € ein schlankes, leichtes Brett, das auf Trainingseffizienz ausgelegt ist – für Triathleten, die im Pool gezielt Beintechnik trainieren, eine sinnvolle Wahl. Wer nur gelegentlich schwimmt, fährt mit einem Speedo-Standardmodell genauso gut.
Warum kostet das Jobe-Kickboard 250 € und wofür ist das gedacht? Das Jobe-Modell ist kein klassisches Schwimmtrainings-Kickboard, sondern bewegt sich im Bereich Wassersport und Aqua-Fitness – eher verwandt mit Wasserski-Equipment als mit dem Brett im Vereinsschwimmen. Für den Pool ist das überdimensioniert und schlicht falsch gekauft.





