Schwimmen
Schwimmen zieht ein breites Spektrum an Menschen ins Wasser – vom Kleinkind beim ersten Schwimmkurs über den Fitnessschwimmer, der dreimal die Woche seine Bahnen zieht, bis hin zum Wettkampfathleten, der auf Zehntelsekundenoptimierung trainiert. Was jeder davon braucht, unterscheidet sich erheblich – sowohl bei der Bekleidung als auch bei der Ausrüstung.
Badebekleidung ist der offensichtlichste Einstiegspunkt. Wer entspannt im Freibad schwimmt oder mit der Familie ans Wasser geht, greift zu anderen Produkten als jemand, der Kraulen als Sport betreibt. Arena und Speedo dominieren im Leistungsbereich – Arena ist besonders bei Wettkampfschwimmern beliebt, weil die Marke technisch konsequent auf Wasserwiderstand und Sitz unter Belastung ausgelegt ist. Speedo hat diesen Ruf ebenfalls, ist aber auch im Freizeitbereich sehr stark vertreten und bietet eine breite Preisspanne bis rund 200 Euro. Wer keine Wettkämpfe schwimmt, sondern regelmäßig trainiert, fährt mit einem ordentlichen Jammer oder Badeanzug von Speedo oder Zoggs in der mittleren Preisklasse gut. Für den Strand und das Urlaubsschwimmen kommen Marken wie Roxy, Banana Moon oder O'Neill ins Spiel – hier geht es weniger um Hydrodynamik und mehr um Passform, Stil und UV-Schutz. Protest und Rip Curl bedienen ebenfalls dieses Segment mit Wasser-affiner Beachbekleidung, oft mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schwimmausrüstung ist der Bereich, der oft unterschätzt wird – dabei macht die richtige Ausrüstung einen spürbaren Unterschied im Training. Eine Schwimmbrille ist das grundlegendste Zubehör überhaupt. Zoggs ist hier eine erste Adresse für den Alltag, Speedo und Arena bieten auch Optionen für den Leistungsbereich mit besserer Abdichtung und weniger Fogging. Wer regelmäßig trainiert und Technik verbessern will, kommt früher oder später an Pullbuoys, Kickboards und Handpaddles vorbei. Diese Trainingsgeräte gibt es bei Arena und Speedo zu vernünftigen Preisen, Mares hat sich zudem mit Tauch- und Schnorchelzubehör einen Namen gemacht – wer also auch unter Wasser aktiv ist, wird dort fündig.
Für den Wassersport-Bereich jenseits der Schwimmbahn – also Schnorcheln, Freitauchen oder leichter Wassersport – kommen Mares und Jobe Sports ins Bild. Jobe deckt eher den aktiven Freizeitbereich ab, zum Beispiel Stand-Up-Paddling-Kompatibles oder Neopren-Ausrüstung, die auch beim Schwimmen in offenen Gewässern relevant ist. O'Neill hat in diesem Bereich ebenfalls Expertise durch jahrelange Erfahrung im Surfen und Neopren.
Kopf- und Ohrenschutz – also Bademützen und Ohropax für Schwimmer – sind kleine Posten, aber trainingsrelevant. Wer empfindliche Ohren hat oder Locken, für den ist eine Silikonhaube von Arena oder Speedo keine Geschmacksfrage, sondern eine praktische Entscheidung. Adidas und Nike bieten ebenfalls Badebekleidung und kleineres Zubehör an, sind aber im Schwimmen eher Ergänzungsmarken als erste Anlaufstelle.
Insgesamt gilt: Das Sortiment hier reicht von der günstigen Badehose für fünf Euro bis hin zu Wettkampfanzügen in technischen Materialien, die deutlich mehr kosten. Der Preisbereich spiegelt tatsächlich unterschiedliche Verwendungszwecke wider – wer gezielt trainiert oder wettkämpft, investiert sinnvoll mehr. Wer einfach ins Wasser will, muss das nicht.
Häufige Fragen zu Schwimmen
Welche Schwimmbrille taugt für tägliches Hallentraining unter 30 Euro? Zoggs hat in diesem Preisbereich solide Modelle, die gut abdichten und wenig beschlagen. Wer etwas mehr ausgeben kann, liegt mit Speedo Futura oder vergleichbaren Arena-Modellen im Training langfristig besser – die Dichtungen halten länger und der Sitz ist präziser.
Lohnt sich ein Trainingsanzug von Arena oder Speedo für Freizeitschwimmer? Wenn du mehr als zweimal pro Woche ins Wasser gehst, ja. Günstige Badehosen oder -anzüge ohne Chlorresistenz verlieren nach wenigen Wochen Form und Elastizität. Ein chlorfestes Modell ab etwa 30–50 Euro hält deutlich länger und sitzt beim Schwimmen stabiler.
Was brauche ich konkret für Bahnschwimmen im Freibad, wenn ich neu anfange? Schwimmbrille und eng anliegender Badeanzug oder Jammer reichen zum Start. Eine Bademütze ist in vielen Freibädern Pflicht – Silikon hält besser als Stoff. Speedo und Zoggs decken diesen Grundbedarf günstig ab, ohne dass man sofort in Technikmodelle investieren muss.
Sind teurere Wettkampfanzüge von Arena wirklich schneller oder ist das Marketing? Bei echten Wettkampfanzügen in technischen Materialien ist der Unterschied messbar – die Kompression und Oberflächenstruktur beeinflussen tatsächlich den Wasserwiderstand. Für Training und Hobbyrennen macht das keinen spürbaren Unterschied, dort sind die mittelpreisigen Modelle das sinnvollere Investment.
Welche Marke ist besser für Schnorcheln und Tauchen – Mares oder Zoggs? Mares ist hier klar stärker aufgestellt – die Marke kommt aus dem Tauchen und hat entsprechendes Know-how bei Flossen, Masken und Schnorcheln. Zoggs konzentriert sich auf Schwimmbad-Zubehör. Wer ernsthaft schnorchelt oder taucht, greift zu Mares.
















































