Energie-Gels
Wer beim langen Lauf oder auf dem Rad die Kohlenhydratzufuhr verschleppt, merkt das irgendwann brutal – der berühmte Mann mit dem Hammer wartet ab Kilometer 30. Energie-Gels sind die kompakteste Lösung, um unterwegs schnell Kohlenhydrate zu tanken, ohne Magenprobleme durch feste Nahrung zu riskieren. Aber zwischen einem günstigen Basis-Gel und einem Maurten-Produkt liegen nicht nur ein paar Euro, sondern grundlegend verschiedene Konzepte.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Kohlenhydratzusammensetzung. Günstigere Gels wie die von GU oder Science in Sport setzen meist auf eine einfache Maltodextrin-Glucose-Mischung, die schnell verfügbar ist, bei empfindlichen Mägen aber auch schnell zu Problemen führt. Maurten geht einen anderen Weg: Die Hydrogel-Technologie verpackt die Kohlenhydrate in eine Gitterstruktur, die erst im Magen aufbricht – das reduziert die Magenbelastung spürbar und erlaubt höhere Kohlenhydratdosen ohne das typische Schwappen. Das hat seinen Preis, aber für Athleten, die bei Wettkämpfen mit Magenproblemen kämpfen, ist dieser Aufpreis oft sinnvoll investiert.
Sponser positioniert sich im mittleren Segment und überzeugt durch eine breite Produktpalette: von einfachen Kohlenhydratgels bis hin zu Varianten mit Koffein oder Elektrolyten. Das macht Sponser besonders interessant, wenn man seinen Stack gezielt zusammenstellen will. GU wiederum hat jahrzehntelange Erfahrung, bietet viele Geschmacksrichtungen und ist verlässlich verträglich – ein solider Allrounder für Training und Wettkampf ohne Experimente. Salomon und Science in Sport richten sich eher an Trailrunner und ambitionierte Ausdauersportler, die ein kompaktes Gel mit klarem Profil suchen.
Beim Kauf sollte man auf den Kohlenhydratgehalt pro Portion achten – die meisten Gels liefern zwischen 20 und 30 Gramm, Maurten bis zu 40 Gramm. Wer längere Einheiten plant, braucht ein klares Timing: Ein Gel alle 30 bis 45 Minuten ist ein grober Richtwert, aber der individuelle Bedarf variiert stark. Wichtig ist auch, ob das Gel mit oder ohne Wasser funktioniert – konzentrierte Gels wie die von Maurten müssen mit Wasser kombiniert werden, sonst bleibt die Osmolarität zu hoch.
Koffein ist ein weiterer Faktor: Viele Hersteller bieten Varianten mit 30 bis 75 Milligramm Koffein an, ideal für die zweite Hälfte eines Wettkampfs. Hier sollte man aber im Training testen, wie der Körper reagiert – der erste Wettkampf ist nie der richtige Zeitpunkt für neue Produkte.
Häufige Fragen zu Energie-Gels
Welche Energie-Gels sind für empfindliche Mägen beim Marathon am besten geeignet? Maurten ist hier die erste Wahl – die Hydrogel-Technologie reduziert die Magenbelastung nachweislich und wird auch von Profis mit sehr empfindlichem GI-Trakt eingesetzt. Alternativ hat Sponser einige schonende Varianten, die ebenfalls gut verträglich sind.
Ab welchem Preis bekommt man ein gutes Energie-Gel für den Wettkampf? GU und Science in Sport liefern ab ca. 10 Euro pro Einheit zuverlässige Wettkampfgels ohne große Kompromisse. Maurten liegt deutlich höher, ist aber erst dann nötig, wenn Magenprobleme ein echtes Rennen-Thema sind.
Was ist der Unterschied zwischen Gels mit und ohne Koffein? Koffeingels geben einen messbaren Schub bei der Wahrnehmung von Anstrengung und können die Leistung im letzten Rennabschnitt verbessern. Allerdings sollte man sie nicht den ganzen Wettkampf über einsetzen – zwei bis drei koffeinhaltige Gels in der zweiten Hälfte sind die typische Strategie.
Können Energie-Gels auch beim Radfahren oder nur beim Laufen verwendet werden? Gels funktionieren auf dem Rad oft noch besser, weil die geringere Erschütterung die Magenverträglichkeit erhöht. Auf dem Rad bieten sich aber auch Alternativen wie Riegel an – Gels sind dort vor allem bei intensiven Abschnitten oder gegen Ende einer langen Einheit sinnvoll.
Warum kosten manche Gels fast nichts und andere über 3 Euro pro Stück? Der Preisunterschied steckt in der Technologie und den Inhaltsstoffen – einfache Maltodextrin-Glucose-Gels sind günstig herzustellen, während Maurtens Hydrogel-Verfahren aufwendiger ist. Wer regelmäßig trainiert und viele Gels verbraucht, fährt mit GU oder Sponser wirtschaftlicher; für Wettkämpfe kann Maurten den Aufpreis rechtfertigen.

















































